Künstlerinnengespräch mit Julia Haugeneder und Lisa Ortner-Kreil: 12.11. 18:00
„In ihrer Ausstellung The Crunchtime. Where the rubber hit the road setzt sich Julia Haugeneder mit gesellschaftlichem Zusammenhalt, aber auch mit
Ermüdungserscheinungen und Verschleiß auseinander. Haugeneders bildhauerische Praxis, bei der Buchbinderleim und Pigment, Jute und Linoleum zum Einsatz kommen, fokussiert auf den Spannungsbereich zwischen Zukunfts-Dystopie und -Optimismus. Florale Wandelemente kollidieren mit dem Gummiabrieb von Autoreifen. Wie können wir, anstatt in Endzeitlust zu verharren, kollektiv und demokratisch ein besseres Zusammenleben einüben? Im Sinne von Michel Serres‘ Text Der Naturvertrag (1990, dt. Übersetzung 1994) plädiert die Ausstellung für ein Verständnis von Natur nicht als Ressource, sondern als Gegenüber.“ (Lisa Ortner-Kreil, 2026)
Julia Haugeneder (* 1987 in Wien) studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien sowie in London an der Central Saint Martins.
Ihr Werk wurde in Einzel- und Gruppenpräsentationen im In- und Ausland präsentiert, u.a. Sexauer Berlin, Museum Liaunig Neuhaus, Kunstverein Augsburg, Neuer Kunstverein Wien, Nödok St. Pölten, yellow brick Athen, Neue Galerie Graz, Belvedere 21 Wien, Landesgalerie Krems, Museum der Moderne Salzburg, MUSA Wien.
Im März 2027 zeigt die Landesgalerie Niederösterreich in Krems eine Einzelausstellung von Julia Haugeneder, kuratiert von Lisa Ortner-Kreil.